Da macht die Arbeit gleich noch mehr Spaß

Schon lange habe ich mir einen neuen Anstrich für mein Nähzimmer gewünscht, doch die Zeit dazu fehlte bisher und zugegeben ein bisschen auch die Motivation.
Doch das neue Jahr brachte etwas Schwung und so haben wir in der zweiten Urlaubswoche die Renovierung des Nähzimmers angegriffen.

Erst mal musste natürlich alles raus. Bei dieser Gelegenheit wurde gleich mal etwas aussortiert, denn ich wollte auch mehr Ordnung schaffen.
Da es derzeit viele Hobbynäher/-innen und solche mit Kleingewerbe gibt, dachte ich, es wäre für diese doch interessant zu sehen, wie andere Nähzimmer eingerichtet sind. Zumindest freue ich mich immer über Anregungen und Ideen. Deshalb möchte ich euch in diesem Beitrag mein Nähzimmer etwas genauer vorstellen und Tipps geben, wo ihr das Material dazu bekommt.

Der Arbeitstisch

Die Kallax Regale aus dem schwedischen Möbelhaus müssten mittlerweile allen bekannt sein. Für die Gestaltung eines Nähzimmers bieten sie, unter anderem durch die verschiedenen Einsätze, unzählige individuelle Lösungsmöglichkeiten an. Auch das verstellbare Tischbein sowie die Halterung der Tischplatte stammen von diesem Einrichtungshaus.
Die Tischplatte und auch die Arbeitsplatte des Zuschneidetischs haben wir uns im Baumarkt auf Maß schneiden lassen. Nach dem die Kanten und die Komplette Fläche geschliffen wurden, habe ich das Holz mit Arbeitsplatten-Öl behandelt. Diesen Vorgang habe ich jetzt bei der Renovierung (also nach etwa zweieinhalb Jahren) wiederholt.
Damit kein unschöner Kabelsalat auf und unter dem Tisch zu sehen ist, haben wir in der Mitte einen Kabeldurchlass eingebracht und auf der Unterseite der Tischplatte einen kleinen Kabelschacht montiert. Beides ist im Baumarkt erhältlich.

ganz ohne Kabelsalat

Der Zuschneidetisch

Die Idee für den Schneidetisch habe ich irgendwo im Internet entdeckt. Auch hier wurden wieder Kallax Regale verbaut. An zwei Regale wurde unten eine MDF Platte aus dem Baumarkt geschraubt. Dies sorgt für die nötige Stabilität und Verbindung. Bei den Rollen solltet ihr zu Schwerlastrollen aus dem Baumarkt greifen! Wir hatten zuerst welche aus dem Möbelhaus montiert, doch nach etwa zwei Jahren lösten sich die Kugellager auf. Ich hoffe diese hier halten besser. Als Arbeitsplatte haben wir uns wieder etwas aus dem Baumarkt geholt und dort gleich auf Maß schneiden lassen. Wer mehr Platz hat kann ein weiteres Regal an der Stirnseite, also quer zu den anderen beiden Regalen montieren und evtl. auf die Rollen verzichten.
Seitlich haben wir eine Stange aus der Küchenabteilung angebracht und die dazu passenden Behälter eingehängt. Das finde ich sehr praktisch, weil Schere, Rollmesser, Handmaß etc. schnell griffbereit sind und auf dem Tisch genügend Platz bleibt. Einer der Behälter dient bei mir als Abfallaufbewahrung (für Stoffreste).

Der Bandhalter

Damit Bänder und Kordeln ordentlich aufbewahrt und trotzdem griffbereit sind haben wir diese Halterung am Schrank angebracht. (Das geht natürlich auch an der Wand oder einem großen Brett.) Damit die Rollen auf die Stange geschoben werden können, haben wir zu Vorhangstangen gegriffen. Diese können einfach aus der Wandhalterung gedrückt werden. Bei einigen Rollen musste ich das Loch in der Mitte vergrößern damit sie drauf passen.
Darunter haben wir eine Stange aus der Küchenabteilung angebracht. Hier lassen sich nicht nur die Behälter einhängen, sondern auch große Haken an welchen Scheren oder andere Utensilien ihren Platz finden.

Der Bügelplatz

Klappbarer Bügeltisch

Von diesem wunderbaren Teil bin ich immer wieder begeistert.
Da mein Nähzimmer nicht all zu groß ist war ich lange auf der Suche nach einem funktionalen und kleinen Bügelbrett. Das große hat mir immer zu viel Platz weg genommen. Durch Zufall bin ich dann auf Torquato gestoßen und hab dieses hübsche Teil gefunden. Leider ist der Preis nicht Ohne. Zudem musste ein neues Bügeleisen her, da meines zu groß für die Halterung war. Es ist aber sowieso sinnvoll ein separates Bügeleisen zu besitzen, mit dem man Vlieseinlagen aufbügelt und das nicht für die normale Wäsche benutzt wird.
Bei nicht Benutzung kann ich die Bügelfläche einfach nach unten klappen und habe somit mehr Platz im Raum.

Die Beleuchtung

Die Renovierung des Zimmers brachte auch neue Lampen mit sich. Ich wusste nur, dass ich gerne eine Tageslichtlampe hätte und das das Licht über den beiden Arbeitsbereichen sein sollte, aber ansonsten war ich ziemlich planlos. Nach einiger Sucherei bin ich dann auf diese beiden LED Deckenleuchten Namens Philia gestoßen. Ich entschied mich für die Größe 120x30cm über dem Nähtisch und 40x40cm über dem Schneidetisch. Beide Lampen sind in mehreren Stufen dimmbar. Zudem kann die Lichtfarbe von warmweiß (3.000K) in mehreren Stufen Richtung tageslicht (6.000K) verstellt werden. Das alles funktioniert mit einer Fernbedienung! Je nach dem auf welche Lampe man diese richtet, lässt sich die Farbe und Helligkeit ändern. Von der Funktionalität und der Verarbeitung dieser Lampen bin ich total begeistert.

Weitere Fotos

Zu guter Letzt noch ein paar weitere Fotos meines Nähreichs.
Falls die Vermutung aufkommen sollte, dass es sich in diesem Beitrag um Werbung handeln könnte – nein, dem ist nicht so!
Ich wurde von niemandem bezahlt, bekam keine Ermäßigungen und habe auch sonst keinen Nutzen davon. Ich möchte lediglich ein paar Anregungen geben und euch das Suchen erleichtern.
Ein großes DANKESCHÖN möchte ich noch an meinen Mann richten, der mich wie immer unterstützt hat und mir mit Rat und Tat zur Seite stand.

Über Kommentare freue ich mich natürlich.


1 Kommentar

Matthias · 27. Januar 2019 um 22:04

Hallo mein Schatz! Einen schön ausführlichen Beitrag hast du da verfasst! Ich bin mir sicher, dass die Design-/Funktions-Hacks deines Nähzimmers bestimmt dem/der einen oder anderen weiterhelfen 🙂 Und schön, dass du mich auch noch so löblich erwähnt hast ;-D

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